Werkschule Stans im Überblick
Portrait
Das Werkschulreglement des Kantons Nidwalden umschreibt den Zweck folgendermassen: „Die Werkschule dient dem Unterricht von Schülerinnen und Schülern der Orientierungsstufe, die aufgrund einer Lernbehinderung oder spezieller Lernbedürfnisse einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen. Diese Förderung wird [...] durch eine kleinere Abteilungsgrösse, sowie durch eine auf die Möglichkeiten der Jugendlichen abgestimmte Unterrichtsgestaltung erreicht. Ein zentrales Ziel ist deren berufliche und soziale Integration“ (Reglement über die Aufgaben und die Organisation der Werkschule 1998, § 1).
Seit rund dreissig Jahren führt die Schule Stans eine Werkschule. Diese Bezeichnung führt hie und da zur irrigen Meinung in diesem Schultyp werde in erster Linie gewerkt. Der Name mag wohl daher stammen, dass zahlreiche SchulabgängerInnen einen handwerklichen Beruf ergreifen. In Tat und Wahrheit ist das Fächerangebot ähnlich jenem der ORS.
Vergleicht man die Werkschule mit der ORS, ist sie eher klein. Im Gegensatz dazu ist das Einzugsgebiet, aus welchem die Schülerinnen und Schüler stammen, gross. Deshalb sieht sich die WS zu Recht als regionale Schule.
Im Gegensatz zur ORS wird der Schulstoff in individuellen Wochenplänen bearbeitet, welche die Stärken und Schwächen des einzelnen berücksichtigen. Da jede Lerngruppe aus Jugendlichen der 7., 8. und 9. Klasse zusammengesetzt ist, bedeutet dies konkret, dass nicht alle SchülerInnen zur gleichen Zeit am selben Stoff arbeiten.
Die WS-Lehrperson nimmt eine Doppelfunktion wahr: Als Klassenlehrperson erarbeitet sie mit jeder/jedem Jugendlichen den persönlichen Arbeitsplan; unterstützt individuell; gibt Schülergruppen Impulse; berät in schulischen und persönlichen Belangen. Daneben erteilt sie als Fachlehrperson Unterricht (in Fremdsprachen, Informatik, techn. Gestalten, Sport). Im Fachunterricht kommen jeweils SchülerInnen aus allen WS-Klassen zusammen.
Mit Projektwochen, Impulstagen, Schnuppertagen, Klassenlagern, Sporttagen und Arbeitseinsätzen wird der Bogen von der Theorie zur Praxis geschlagen und das Schuljahr zusätzlich strukturiert.





